Musik hören: MP3-Player & Kopfhörer für Läufer

Filed in Allgemeines zum Laufsport by on 23. Oktober 2018 0 Comments

Musik hören beim Jogging

Musik hören beim Laufen

Was gibt es cooleres, als beim Laufsport seinen eigenen Soundtrack hören zu können. Deshalb schwören viele Laufsportler, Jogger und Walker auf leichte und für den Sport geeignete Kopfhörer, mit denen sie ihre Lieblingsmusik als MP3 oder in anderen digitalen Formaten hören. Was während eines Wettkampfs ein No-Go ist, kann während der Trainingseinheiten oder für Laufsportarten in der freien Natur durchaus bereichernd sein. Beim Erwerb von Kopfhören und digitalen Abspielgeräten sollte man jedoch und gerade als Laufsportler einige Dinge beachten.

Um beim Laufpsort Musik hören zu können, benötigt man zum einen einen Kopfhörer und zum anderen ein geeignetes Abspielgerät. Nachfolgend schildere ich die möglichen Gerätschaften, sowie sinnvolles Zubehör.

Der Walkman als Vorreiter

Bereits in den 1980er Jahren wurde bei der Arbeit, in der Schulpause sowie beim Joggen, Radfahren und bei der Ausübung anderer Sportarten Musik gehört. Möglich machte das damals eine innovative Neuentwicklung der SONY Corporation. Der „Walkman“. Dieser wurde 1979 auf den Markt gebracht und revolutionierte die Welt der Musikelektronik.

Hierbei handelte es sich um ein batteriebetriebenes Kasettenabspielgerät, das inklusive Kopfhörer geliefert wurde, und das man mittels Gürtelclip an der Hose oder Jacke befestigen konnte. Bei vielen jungen Leuten war der Walkman ein absoluter Renner, da man ab diesem Zeitpunkt seine Lieblingmusik immer und überall genießen konnte. Weitere Informationen zum Walkman gibt es auf Wikipedia:

Als dann die CD erfunden wurde und somit Kassettenrekorder und Plattenspieler langsam aber sicher in der Versenkung verschwanden, war mobiles Musik hören wieder auf dem absteigenden Ast. Die Produktionsfirmen nahmen Kassettenrekorder nach und nach aus dem Programm und produzierten fortan lieber CD-Player. Zwar gab es den Walkman später auch als mobiler CD-Player, jedoch erlangte dieser nie mehr den Kultstatus seines Vorgängers.

Dies änderte sich erst wieder nachdem das speicherplatzsparende MP3 Format erfunden wurde. Binnen kürzester Zeit kamen die ersten kompakten MP3-Player auf den Markt, mit denen man quasi eine Neuauflage des Walkman in digitaler Form realisierte.

Während jedoch beim Walkman nur eine Kasette mit 2 x 60 bzw. maximal 120 Spielminuten hineinpasste, können auf modernen MP3-Player ganze Musiksammlungen gespeichert werden. Die enthaltenen Titel oder ganze Alben können können nach Belieben abgerufen werden. Außerdem kann man seine ganz individuellen Playlists erstellen und Songs in beliebiger Reihenfolge oder per Zufallsgenerator abspielen.

MP3-Player oder Smartphone?

Jedermann weiß, dass moderne Smartphones in der Lage sind auch Musik abszuspielen. Zudem bieten so gut wie alle Geräte eine Bluetooth-Schnittstelle, die es einem zudem ermöglicht, die Musik kabellos zu genießen, was gerade beim Laufsport sehr vorteilhaft ist. Dies funktioniert jedoch nur dann, wenn man auch Bluetooth-Kopfhörer sein eigen nennt, da die via Funk übertragene  Musik nur so empfangen werden kann.

Da Smartphones in jüngster Zeit jedoch immer größer wurden, um das scharfe Retina-Display voll auszukosten und auch Filme und TV-Sendungen in einer adäquaten Größe verfolgen zu können, haben die etwas kompakteren und leichteren MP3-Player beim Lausfport durchaus ihre Vorteile. Sie weisen weniger Gewicht auf und passen aufgrund ihrer kompakteren Bauform auch besser in die Jacken- bzw. Hosentasche oder in die Reißverschlusstasche des umgeschnallten Trinkflaschen-Laufgürtels.

Wer sein Smartphone jedoch ohnehin immer dabei hat, für den empfiehlt es sich natürlich auch als Abspielgerät für die gewünschte Musik, da man anderfalls ja zwei Geräte bei sich tragen müsste.

Welche Eigenschaften sollte der Player haben?

Grundsätzlich sollte das Abspielgerät (ganz egal ob MP3-Player oder Smartphone) stoßfest, unempfindlich gegen Erschütterungen und zumindest wasserabweisend – wenn nicht sogar wasserdicht – sein. Was bei schönem Wetter keinelei Probleme bereitet, kann bei einem plötzlich auftetenden Schauer nämlich gleich das Ende des Gerätes bedeuten, da sich die Elektronik verabschiedet, sobald Wasser eindringt.

Hier sollte keinesfalls gespart werden, denn Geräte die billig sind und schnell kaputtgehen, müssen ersetzt werden – was wiederum mit erneuten Kosten verbunden ist.

Speziell für Sportler und Outdoorer gibt es sogenannte Outdoor-Geräte, die zumeist wasserdicht bzw. wasserabweisend sind, und die stabiler konstruiert wurden, damit sie nicht sofort kaputtgehen, wenn sie beim laufen einmal herunterfallen. Oftmals sind im Lieferumfang auch spezielle Cases oder Silikonhüllen enthalten, die das Gerät ergänzend schützen sollen.

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Hier findet man gute Angebote an Outdoor-Smartphones und MP3-Player für Sportler bei Amazon:

Outdoor-Smartphones
Outdoor-MP3-Player

Hinweis: Bei den MP3-Playern sind die erforderlichen Kopfhörer bei vielen Modellen bereits im Lieferumfang enthalten.

Radio-Funktion nutzen

Alternativ zur MP3-Musik, kann man beim Laufen natürlich auch Radio hören. Wer hin und wieder auch gerne Radio hört, sollte sich deshalb einen gleich einen MP3-Player mit Radiofunktion zulegen, bzw. beim Kauf darauf achten, dass ein Radio mit integriert ist. Smartphone-Nutzer können sich hierfür eine beliebige Webradio-App installieren und so Musik eigenem Geschmack hören.

Befestigung des Players oder Smartphone

Wer seinen Musikplayer nicht in der Jacken- oder Hosentasche mitführen möchte, für den gibt es folgende Möglichkeiten:

Gürtelclips für den Laufgurt

Manche Gerätetypen sind mit einem Gürtelclip zur Befestigung am Laufgurt ausgestattet. Wer einen Laufgurt für seine Getränke trägt, der kann seinen Player oder das Smartphone daran befestigen. Solche Befestigungs-Clips sind oftmals auch einzeln bzw. als Zubehör verfügbar.

Wasserdichte Sportarmbänder

Alternativ sind im Handel spezielle Armbänder mit MP3-Player- oder Smartphone-Halterung erhältlich. Für Jogger ohne Laufgürtel oder Wanderer, Trekker und Walker halte ich die Armbandvariante für besser geeignet. Denn viele Sportarmbänder sind wasserdicht und eignen sich so für den Einsatz bei jedem Wetter.

Sportarmbänder für Smartphones und MP3-Player

Smartphone-Sportarmbänder
MP3-Player-Sportarmbänder

Ideale Kopfhörer für Laufsportler

Ich persönlich empfehle sogenannte „In-Ear-Kopfhörer“, die in der Ohrmuschel getragen werden können und die gegenüber konventionellen Kopfhörern viel leichter und bequemer zu tragen sind. Die idealen Kopfhörer zum Joggen, Laufen sowie für andere Sportarten weisen folgende Eigenschaften auf:

Wasserdicht und Schweißfest

Das Eindringen von Wasser oder Schweiß führt bei herkömmlichen Kopfhörern unweigerlich zur Zerstörung der internen Elektronik. Deshalb sollten die Kopfhörer mit einem speziellen Schutz ausgestattet sein, der dies unter allen Umständen verhindert.

Guter Halt und leicht zu tragen

Beim Sport zählt bekanntlich jedes Gramm an Gewicht. Zudem führt längeres Tragen von schweren Kopfhörern bei vielen Nutzern zu Kopfschmerzen, was nicht nur beim Laufsport unangenehm ist. Deshalb sollten die Kopfhörer so leicht wie möglich sein. Die oben erwähnten In-Ear-Kopfhörer haben einen besseren Halt, da sie in der Ohrmuschel getragen werden. Herkömmliche Modelle, die man außen am Kopf trägt, können durch die Laufbewegungen schnell und oft verrutschen. Ein guter Halt ist deshalb sehr wichtig.

Blue Tooth oder mit Kabel?

Wer ohnehin über ein Abspielgerät mit Bluetooth-Schnittstelle verfügt, dem würde ich auf jeden Fall auch die Blue Tooth-Variante empfehlen. Während man bei der Variante mit Kabel sich nicht nur mit den Armen am Kabel verheddern, sonder das Kabel auch an Ästen und Zweigen hängebleiben kann, haben Bluetooth-Kophörer diesen negativen Effekt nicht. Dies macht das Laufen viel angenehmer.

Allerdings muss man wissen, dass Bluetooth-Kopfhörer die Stromversorgung über einen Akku beziehen. Man muss diese also – wie auch den Player – vor dem Sport aufladen, um genügend Energie für den Lauf zu haben. Positiv ist auch, dass die Preise mittlerweile sehr günstiug sind. Für den Sport geeignete Bluetooth-Kopfhörer gibt es schon um die 20 Euro aufwärts.

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Die richtige Kopfhörer-Lautstärke beim Laufen

So angenehm das Laufen mit Kopfhörern auch ist, es birgt auch Gefahren. Zwar ist das Musik hören über Kopfhörer beim Laufen nicht gesetztlich verboten, man sollte jedoch – alleine aus Sicherheitsgründen – eine so geringe Lautstärke wählen, dass man seine Umgebung noch akustisch wahrnimmt. Man gefährdet sich und andere, wenn man so laut Musik hört, dass man z. B. auf Feldwegen keine Fahrradklingel oder innerorts keine herannahenden Fahrzeuge und Hupen mehr hört.

Alleine das Tragen von Kopfhörern kann bereits bei Bagatellen dazu führen, dass dem Läufer zumindest eine Mitschuld angelastet werden kann. Bei schwereren Unfällen, die aufgrund zu lauter Musik und fehlender akustischer Wahrnehmung seiner Umgebung zustande kommen, ist man für die verursachten Schäden sogar voll haftbar.

Zudem schadet man mit zu lauter Musik seinen Hörorganen, was im Alter zu Hörschwäche und mitunter sogar zur Taubheit führen kann.

Fazit: Musik hören ist grundsätzlich eine schöne Sache, jedoch sollte man dies mit aller Achtsamkeit und Besonnenheit tun, ohne sich und seine Umgebung damit zu gefährden.


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